Unser Zukunftstag war als kompakter Überblick in vier Modulen organisiert: Finanzen, Steuern, Berufseinstieg sowie Immobilien oder „erste eigene Wohnung“. Jedes Modul hat uns Einblicke gegeben – teils mit Beispielen aus dem Alltag, teils mit Tipps, die man sofort umsetzen kann. Die anwesenden Referenten waren Experten in ihren Bereichen und konnten dadurch nach ihren interaktiven Vorträgen noch alle aufgekommenen Fragen beantworten.
Im ersten Modul – Finanzen – ging es um Finanzplanung, Sparstrategien, den sinnvollen Umgang mit Geld und die Frage, wie groß ein Notgroschen sein sollte. Präsentiert wurde das Ganze von Daniel van Freeden, einem gelernten Bankkaufmann. Besonders eingeprägt haben wir uns, wie hilfreich es ist, feste Routinen einzubauen (z. B. zu Monatsbeginn einen fixen Sparbetrag „wegzulegen“) und Ziele realistisch zu staffeln: kurzfristig (Anschaffungen) und langfristig (Rücklagen für Unvorhergesehenes). Der Notgroschen wurde als finanzielle Sicherheit verstanden – getrennt vom „normalen“ Sparen, damit man im Ernstfall nicht alles durcheinanderwirft. Ebenfalls, dass dieser etwa drei bis sechs Gehälter betragen sollte. Herr van Freeden erklärte dazu noch, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, das gesparte Geld aufzubewahren und zu vermehren. Insgesamt war das Modul sehr praktisch, weil wir gesehen haben, wie kleine Entscheidungen über ein Jahr eine große Wirkung haben.
Im zweiten Modul – Steuern – hat uns Dominik Bressler gezeigt, wie eine Lohnabrechnung aufgebaut ist und warum bei kleinerem Einkommen die Sozialabgaben anteilig oft stärker ins Gewicht fallen als die eigentliche Lohnsteuer. Außerdem ging es darum, was man absetzen kann, wie sich Steuerklassen zusammensetzen, wofür Steuern ausgegeben werden und was man am Ende für eine Einkommensteuererklärung braucht bzw. wer einem dabei helfen kann. Hilfreich war, dass er uns als Steuerberater typische Belege (z. B. Fahrtkosten, Arbeitsmittel) aus eigenen Praxisbeispielen erklären konnte – dadurch wurde das Thema sofort greifbar. Dominik Bressler ist als Steuerberater in Hamburg tätig und konnte uns so genaue Einblicke in den Umgang mit Steuern und dem Finanzamt geben.
Modul 3 – Berufseinstieg – wurde von Anne Sophie Wiedenhoff und Serhii Karol von der Hoppe Marine GmbH begleitet. Zuerst bekamen wir einen Überblick, wie Bewerbungsverfahren ablaufen – von der Stellensuche über die Unterlagen bis zum Gespräch. Wichtig war die ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Stärken und Interessen: Was kann ich, was interessiert mich wirklich, und wie passt das zu den Anforderungsprofilen? Wir haben außerdem besprochen, welche Soft Skills Arbeitgeber häufig nachfragen (Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft, Basis-IT-Kompetenzen) und wie ein Lebenslauf klar und übersichtlich wirkt. Für Vorstellungsgespräche haben wir Leitfragen mitgenommen und auch, was wir selbst erfragen sollten, wie Aufgaben im Arbeitsalltag, Einarbeitung oder Teamkultur. Frau Wiedenhoff ist im Recruiting/Employer-Branding tätig, das hat gepasst: Viele ihrer Hinweise bezogen sich auf die Sicht von Personalabteilungen und waren sehr praxisnah.
Im vierten Modul – Immobilien & erste eigene Wohnung – hat Janina Kohl von Gladigau Immobilien sehr alltagsnah erklärt, worauf man beim Umzug in die erste Wohnung achten sollte. Wir haben die Kaltmiete und die Betriebskosten (Nebenkosten) voneinander getrennt, damit klar ist, was am Ende wirklich monatlich anfällt. Außerdem ging es um den Mietenspiegel, Besichtigungstermine (Unterlagen bereithalten, Fragen notieren, Zustand dokumentieren) und darum, an wen man sich wenden kann, wenn es Probleme mit dem Vermieter gibt (z. B. Mietervereine). Praktische Punkte waren außerdem Kaution und die Bedeutung kleiner Fristen im Vertrag. Zur Information: Gladigau Immobilien ist ein Hamburger Unternehmen mit den Schwerpunkten Verkauf, Vermietung und Verwaltung von Immobilien – Frau Kohl ist dort als Abteilungsleiterin Verwaltung städtischer Liegenschaften tätig.
Fazit: Der Zukunftstag hat uns einen realistischen Eindruck in unbekannte und wichtige Themen gegeben, die uns bald betreffen: eigenes Geld planen, Lohnabrechnung verstehen, überzeugend bewerben und eine Wohnung finden. Besonders hilfreich fanden wir, dass alle vier Module einfach umsetzbare Tipps enthalten haben, die man später anwenden kann. Insgesamt war der Tag sehr dicht, aber genau deshalb wichtig – weil wir nicht nur Theorie gehört haben, sondern an konkreten Beispielen gelernt haben. So wird der Übergang von der Schule ins Erwachsenenleben einfacher.
Amar & Samuel (S3)