Schulhunde
Elsa und Tali – zwei Hunde, die sehr unterschiedlich sind und doch eines gemeinsam haben: Sie sind treue Begleiter und Schulhunde, die das Leben ihrer Mitmenschen bereichern.
Die tiergestützte Pädagogik stellt eine wertvolle Bereicherung im schulischen Kontext dar, da Tiere als soziale Vermittler wirken und emotionale, soziale sowie kognitive Entwicklungsprozesse positiv beeinflussen können. Die positive Wirkung von Hunden auf Kinder und Jugendliche ist durch Studien bereits gut belegt. Schon allein ihre Anwesenheit kann helfen, Stress und Ängste zu reduzieren. Hunde nehmen Emotionen sehr feinfühlig wahr und suchen intuitiv Kontakt, insbesondere zu Personen, die Unterstützung benötigen – ein Bereich, in dem Hündin Elsa ihre besondere Stärke zeigt. Darüber hinaus können Hunde nachweislich zu einem angenehmeren Klassenklima beitragen. Im praktischen Einsatz wird dies besonders deutlich: Tali wird am liebsten aktiv im Rahmen der sogenannten Methode der Integration eingebunden und unterstützt zudem bei Klassenarbeiten.
Der Umgang mit beiden Hunden erfordert Respekt und Verständnis für ihre Bedürfnisse. Hunde hören viel besser als Menschen, daher ist eine ruhige Umgebung wichtig. Wer sie streicheln möchte, sollte sich langsam von unten nähern und die Hand unter die Nase halten, damit sie schnüffeln können. Umarmungen mögen sie nicht so gerne und es ist wichtig, dass der Hund entscheidet, was passiert. Wenn Elsa oder Tali sich abwenden oder zurückziehen, muss man das akzeptieren – denn wahre Freundschaft basiert auf Vertrauen und Freiwilligkeit.
Elsa
Elsa, geboren am 30. Juni 2021 in Deutschland, ist ein fröhlicher Mix aus Golden Retriever und Labrador. Schon als Welpe wusste Elsa was sie will: Aus einer Gruppe von acht dösenden Geschwistern war sie die Einzige, die freudig aufstand, um ihre zukünftige Familie auszusuchen.
Als Elsa schließlich bei Familie Bradersen einzog, hat sie als erstes gefressen, dann auf den Teppich gepinkelt und anschließend ein paar Schuhe zerkaut.
Elsa ist ein lebenslustiger Hund, der gerne mit Kindern und anderen Hunden spielt und jede Gelegenheit nutzt, um etwas essbares zu finden. Ihre freundliche und offene Art hat ihr geholfen, schnell die Prüfung zum Schulhund zu bestehen. Heute ist sie ein wichtiger Teil der Familie und sorgt mit ihrer fröhlichen Energie für gute Laune.
Tali
Tali, geboren am 10. Mai 2023 in Deutschland, ist eine aufgeweckte Rhodesian Ridgeback Hündin. Sie bereichert den Tag von Frau Vietheer mit ihrer guten Laune und weiß eigentlich ganz genau, wann sie was darf – und wann nicht. Das hält sie allerdings nicht davon ab, auch mal frech etwas auszuprobieren.
Ähnlich wie Frau Vietheer liebt Tali sportliche Aktivitäten wie Laufen, Fahrradfahren, Wandern, Fitness und Yoga. Auch in der Projektwoche oder beim Beachvolleyball ist sie eine tolle Begleiterin und bringt dort gerne den Apportierbeutel in den Reflexionsrunden. Nach so viel Bewegung ist sie oft ziemlich müde – da kann es schon mal passieren, dass sie den Unterricht verschläft.
Tali zeigt viele typische Merkmale eines Ridgebacks: Sie liebt die Sonne, mag aber keinen Regen und hat dafür sogar ein eigenes Mäntelchen. Außerdem ist sie eine sensible Hündin. Das macht die Arbeit mit ihr besonders spannend, denn ein guter Beziehungsaufbau ist sehr wichtig. Wenn sie Vertrauen gefasst hat, zeigt sie schnell, wer ihre Freund:innen sind.
Im Herbst 2024 haben Frau Vietheer und Tali die Therapiebegleithundeausbildung erfolgreich abgeschlossen. Deshalb darf Tali als Schulhund mit in die Schule kommen. Und die wichtigste Info zum Schluss: Für einen Hundekeks macht Tali (fast) alles.