MUN 2011 | Die Welt verstehen lernen

mun2011-200Seit vielen Jahren bietet das Gymnasium Bondenwald seinen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an einer einzigartigen Veranstaltung an, der „Model United Nations-Konferenz“. In den ersten Jahren reisten unsere Schülerinnen und Schüler zu einer Konferenz nach Athen, seit 5 Jahren reist eine Delegation unserer Schule, die sich aus Schülerinnen und Schülern der Oberstufe zusammensetzt, nun jeweils in den Frühjahrsferien nach New York.

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Worum geht es bei dieser Konferenz? Die Schüler lernen spielerisch das komplexe Handeln der Vereinten Nationen kennen und verstehen. Jede Schule vertritt ein UN-Mitgliedsland oder eine UN-Organisation – so authentisch wie möglich mit den jeweiligen Interessen.

Um die Arbeitsweise und Struktur der UN mit ihren vielfältig verzweigten Organisationen zu verstehen, wird das hoch formalisierte diplomatische Prozedere und Vokabular erarbeitet und in Rollenspielen eingeübt. Auch das Verfassen von Resolutionen, die ebenso einem strengen formalen Regelwerk unterliegen, wird besprochen.

Die Schüler recherchieren und analysieren selbstständig Informationen über Geschichte, Kultur, Religion, Wirtschaft, politisches System und außenpolitische Orientierung des zu vertretenden Landes. Quellen sind die jeweiligen Botschaften, das Internet und die Weltpresse, in der die Schüler zur Vorbereitung das politische Tagesgeschehen aufmerksam verfolgen.

Unter Berücksichtigung der tatsächlichen UN-Resolutionen werden schließlich die Themen der MUN Agenda aus der Perspektive des zu vertretenden Landes bearbeitet und in New York in Kommissions- und Plenarsitzungen beraten und zur Abstimmung gebracht. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Dieses Jahr begann die Konferenz am 9.03 und endete mit einer Plenarsitzung sowie einer Abschlussveranstaltung am 11.03 im großen Plenarsaal der Vereinten Nationen. Unsere Schüler und Schülerinnen vertraten die Marshall Islands, einen kleinen Inselstaat im Südpazifik. Ein besonderes Erlebnis war es, bei der abschließendem Plenarsitzung in der UNO auf den Sitzen der Delegierten der Marshall Islands zu sitzen und die Abstimmungen der jeweiligen Resolutionen über die Schaltleiste neben den Sitzen vorzunehmen, ganz so wie es die Delegierten tun. Abgestimmt wurde über die in den 3 Tagen zuvor erarbeiteten Resolutionen zu Themen wie: Gewährung der Sicherheit von internationalen Gewässern, Wege aus der weltweiten Nahrungsmittelpreiskrise, Kampf gegen Menschenhandel, legaler Einsatz von Gewalt in Krisen, Umgang mit Flüchtlingen in Flüchtlingslagern, Streit um territoriale Ansprüche auf die Spratly Islands und freier Zugang von Pharmazeutika in Entwicklungsländern

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Unsere Schüler haben mit ihrer Teilnahme an dieser MUN Konferenz erfahren, wie die Vereinten Nationen arbeiten, mit welchen Fragestellungen sie sich beschäftigen, wie um Formulierungen gerungen wird, um möglichst vielen Ländern und ihren Interessen zu entsprechen, wie wichtig Verhandeln und Diplomatie sind, wie notwendig die Fähigkeit Kompromisse einzugehen ist, um das Zusammenleben der Völker und Nationen friedlicher, gerechter und menschenwürdiger zu gestalten. Da die Schüler nicht Deutschland und deutsche Interessen vertraten, sondern ein ihnen unbekanntes Land mit gänzlich anderen Problemen, öffneten sie sich den Problemen dieses Landes, im Fall von den Marshall Islands einem Inselstaat, der zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Die Auseinandersetzung mit diesem Land und die Verpflichtung als Delegierte/r dieses Landes zu agieren, vermittelte den Schülern die Erfahrung und Notwendigkeit der Relativierung einzelner nationalstaatlicher Positionen und weckte Verständnis und Verantwortung für andere Völker. Die Teilnahme an MUN Konferenzen wie der NHSMUN in New York ist somit ein wichtiger Beitrag zum globalen Lernen. Dank einer großzügigen Spende der Robert Bosch Stiftung, die den Schülern auf ihren Antrag hin genehmigt wurde, konnte die Reise trotz gestiegener Kosten zum Preis des Vorjahres angeboten werden und ermöglichte neben der Konferenz ein anregendes Besuchsprogramm.

P. Koehler-Pampel, A. Rehm, Hamburg, d. 23.03.2011

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