Model UN 2010 - ein Erfahrungsbericht

Am 13.03 um 14:00 begann unsere Reise nach New York. Nach einer Zwischenlandung in London und drei Stunden Aufenthalt im neuen Terminal von Heathrow setzten wir zum großen Sprung über den Atlantik an.

In froher Erwartung bald in New York landen zu können, überraschte uns die Nachricht von heftigen Sturmböen, die eine Landung in New York unmöglich machten und ein Ausweichen nach Toronto erzwangen. Anflug auf und Landung in Toronto waren allerdings auch sehr unruhig und manchem (..Magen..) gefiel diese Schaukelei gar nicht. Nach zwei Stunden auf dem Flugfeld von Toronto durften wir dann den Anflug und die Landung in New York wagen, welch ein turbulenter Auftakt für eine ereignisreiche Reise!!!

Die ersten Tage waren wir von morgens bis abends unterwegs, erkundeten die Lower East Side, Chinatown, Little Italy , den Financial District mit Ground Zero, Trinity Church, Wall Street, stock exchange, Washington und bull, Staten Island und Statue of Liberty, 5th, 6th Avenue, Madison und Park Avenue und immer wieder Times Square, der besonders abends mit seinen unzähligen billboards faszinierte und mit seiner Farb- und Lichtpracht an Honkong erinnert. Die Schüler genossen alles was New York zu bieten hat, sie gingen ausgiebig shoppen, joggten morgens vor dem Frühstück durch den Central Park, genossen den Blick auf Manhatten vom Empire State Building , besuchten das Guggenheim Museum und MOMA, sahen Alice in Wonderland am Times Square u.a. Die Gruppe wuchs in dieser Zeit sehr schnell zusammen und genoss alles gemeinsam.

 

Radiobeitrag zur Model-United-Nations Konferenz
(NDR, Bayern 2 vom 23.3.2010)


Nach drei Tagen sightseeing begann die Konferenz, an der insgesamt 2400 Schüler aus 20 Ländern teilnahmen. Zu zweit und in zwei Fällen auch allein saßen unsere Schüler als Delegierte Kiribatis in ihren committees und befassten sich mit Sicherheitsfragen wie Entmining, Wirtschafts- und Finanzfragen wie alternative Methoden der Entwicklungshilfe, Rechtsfragen die die Entschuldung betreffen, Menschenrechtsfragen, Aspekten der Friedenserziehung und Problemen des Technologie Transfers. Nach drei bis vier Stunden Sitzungszeit in denen Debatten aufmerksam verfolgt, Resolutionen verfasst und diskutiert, Ergänzungen eingebracht , um Unterstützung geworben wurde, rauchten die Köpfe unserer Schüler und eine Sitzungspause tat mehr als gut. Der 1. Sitzungstag erforderte viel Konzentration und Disziplin von den Schülern, am 2. Sitzungstag hatten sich alle an die Arbeit und das Vorgehen gewöhnt und nahmen deutlich aktiver an den Debatten teil, was sie zu Recht stolz sein ließ.

Unsere Schüler haben mit ihrer Teilnahme an NHSMUN erfahren wie die Vereinten Nationen arbeiten, mit welchen Fragestellungen sie sich beschäftigen, wie um Formulierungen gerungen wird, um möglichst vielen Ländern und ihren Interessen zu entsprechen, wie wichtig Verhandeln und Diplomatie sind, wie notwendig die Fähigkeit Kompromisse einzugehen ist, um das Zusammenleben der Völker und Nationen friedlicher, gerechter und menschenwürdiger zu gestalten. Da die Schüler nicht Deutschland und deutsche Interessen vertraten, sondern ein ihnen unbekanntes Land mit gänzlich anderen Problemen, öffneten sie sich den Problemen dieses Landes, im Fall von Kiribati einem Inselstaat, der zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Die Auseinandersetzung mit diesem Land und die Verpflichtung als Delegierte/r dieses Landes zu agieren, vermittelte den Schülern die Erfahrung und Notwendigkeit der Relativierung einzelner nationalstaatlicher Positionen und weckte Verständnis und Verantwortung für andere Völker. Die Teilnahme an NHSMUN ist somit ein wichtiger Beitrag zum globalen Lernen.

P. Koehler-Pampel, A. Rehm, Hamburg, d. 6.04.2010

 

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